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Vergleich · Stand 4. November 2026

Fiido C11 Pro oder Tenways CGO800S: mehr Akku und Gänge oder weniger Gewicht?

Kurz gesagt

Nehmen Sie das Fiido C11 Pro, wenn auf Ihrem Weg Steigungen liegen, Sie einen zweiten Akku wollen oder unter 1.000 € bleiben möchten: Es hat 7 Gänge und 55 Nm, den Ersatzakku verkauft Fiido für 267 €, und das Rad kostet heute 800 € weniger.

Nehmen Sie das Tenways CGO800S, wenn Sie in der Ebene pendeln, das Rad oft Treppen hochtragen und sich um keine Kette kümmern wollen: Es wiegt ohne Zubehör 19 kg, mit allem 23 kg, fährt mit einem Riemen von Gates, und auf den Rahmen gibt Tenways 5 Jahre Garantie.

Die Zahlen nebeneinander

Fiido C11 ProTenways CGO800S
Rollfrei-Wertung76,5
Akku499,2 Wh460,8 Wh
Reichweite gerechnet (75 kg, flach, Sommer; Stufe „Sport“ gegen Näherung)81 bis 99 km75 bis 91 km
Gewicht24,5 kg19 kg
Drehmoment55 Nm40 Nm
Zuladung120 kg
Preis heute999 €1.799 €

Fiido C11 Pro: in Deutschland erlaubt?

Nicht bestätigt: Der Hersteller belegt nicht alle Angaben

Was der Hersteller nicht schriftlich angibt, zählen wir als offen. Lassen Sie sich offene Punkte vor dem Kauf vom Hersteller schriftlich bestätigen.

Tenways CGO800S: in Deutschland erlaubt?

Nicht bestätigt: Der Hersteller belegt nicht alle Angaben

Was der Hersteller nicht schriftlich angibt, zählen wir als offen. Lassen Sie sich offene Punkte vor dem Kauf vom Hersteller schriftlich bestätigen.

Zwei Stadträder mit tiefem Einstieg, Federgabel, hydraulischen Scheibenbremsen, Drehmomentsensor und herausnehmbarem Akku. Beim Preis liegen sie weit auseinander: Im deutschen Fiido-Shop kostet das C11 Pro in der Standardversion heute 999 €, bei Tenways das CGO800S 1.799 €. Ich habe nachgerechnet, was Sie bei Tenways für die 800 € mehr bekommen und worauf Sie dafür verzichten.

Was die beiden gemeinsam haben

Beide Motoren leisten laut Hersteller 250 W, bei 25 km/h endet die Unterstützung. Gesteuert wird beide Male über einen Drehmomentsensor, der die Kraft auf den Pedalen misst. Der Name Mivice taucht bei beiden auf: Beim Fiido stammt der Sensor von Mivice, beim Tenways der Motor M070 und der Controller C201.

Vorne federt jeweils eine Gabel, die Reifen sind 700C von CST, beim Fiido „durchstichfest“, beim Tenways „pannensicher“. Den Akku nehmen Sie bei beiden heraus und laden ihn in der Wohnung oder im Büro. Beide Rahmen haben einen tiefen Durchstieg. Tenways nennt eine Einheitsgröße, Fiido zeigt nur eine Geometrie, und beide Hersteller geben 1,55 m als kleinste Körpergröße an.

Preis: 800 € heute, 790 € regulär

Tenways gibt auf das CGO800S gerade 100 € Nachlass mit einer „Black-Friday-Preisgarantie“, regulär kostet es 1.899 €. Fiido streicht beim C11 Pro 1.799 € durch. Diesen Streichpreis übernehmen wir nicht, denn die teurere City-Edition kostet 1.109 €, ohne jeden Streichpreis. Unsere Wertung rechnet deshalb mit 1.109 € für das Fiido und 1.899 € für das Tenways. Auch dann bleiben 790 € Abstand.

Beim Lieferumfang liegt das Fiido vorn. Gepäckträger für 25 kg, Schutzbleche, Ständer und ein Hufeisenschloss liegen im Karton. Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer gibt es beim Tenways gratis nur, wenn Sie sich für den Newsletter von Tenways anmelden. Einzeln kosten die drei Teile im Shop zusammen 154 €.

Die Rollfrei-Wertung gibt dem C11 Pro 7 von 10, dem CGO800S 6,5. Den Ausschlag gibt die Preis-Leistung mit 8 gegen 3,5 Punkten. Dazu holt das Fiido 2 Punkte mehr bei der Bergfähigkeit (55 gegen 40 Nm) und einen halben für den größeren Akku. Das Tenways bekommt beim Gewicht 2 Punkte mehr und beim Service 2,5, weil nur Tenways 5 Jahre auf den Rahmen gibt. Bei Komfort und Bremsen stehen beide gleich.

Akku und Reichweite: eine Messung gegen eine Näherung

Das C11 Pro hat 499,2 Wh bei 48 V, das CGO800S 460,8 Wh bei 36 V und 12,8 Ah. Beim Fiido sind das 38,4 Wh oder rund 8 % mehr.

Fiido legt seine Messungen offen. Mit 80 kg auf ebener Strecke bei 27 °C kam das C11 Pro in Eco auf 104,37 km, in „Sport“ auf 87,42 km und in „Turbo“ auf 80,13 km. Tenways nennt „bis zu 100 km“ und dazu nur, dass Temperatur, Straße und Gewicht die Reichweite verändern. Bedingungen oder Stufen stehen nicht dabei.

Für das Tenways ist unsere Zahl deshalb eine Näherung. Der Rechner nimmt den mittleren Verbrauch der drei City-E-Bikes, für die wir eine Herstellermessung haben: C11, C11 Pro und C21, alle von Fiido. Der mittlere der drei Werte ist der des C11 Pro, rund 5,5 Wh je Kilometer. In diesem Vergleich rechnen also beide Räder mit demselben Verbrauch, und der Abstand kommt nur vom Akku. Dass das Tenways auf dem Papier 5,5 kg weniger wiegt und breitere Reifen hat, steckt in der Rechnung nicht drin. Wie weit eine solche Näherung danebenliegen kann, zeigen die beiden anderen Werte: Mit dem Verbrauch des C11 kämen 460,8 Wh auf rund 63 km, mit dem des C21 weit über die 100 km, die Tenways selbst nennt.

Bei 75 kg, ebener Strecke und im Sommer ergibt das 81 bis 99 km für das C11 Pro und 75 bis 91 km für das CGO800S. Beim Fiido steckt dahinter die Stufe „Sport“, die mittlere der drei gemessenen, beim Tenways unsere allgemeine mittlere Stufe. Darum kürt die Tabelle oben in dieser Zeile keinen Sieger. Im Winter mit 80 kg in der Ebene sind es 63 bis 77 km gegen 58 bis 71 km.

Für den Arbeitsweg heißt das: Bei 25 km einfach brauchen Sie 50 km am Tag, und das schaffen in der Ebene beide auch im Januar. Auf hügeliger Strecke bleiben beim C11 Pro im Winter mit 80 kg noch 48 bis 59 km. Beim Tenways rechnen wir dort mit 45 bis 55 km, nur ist das CGO800S laut Tenways für ebene Straßen gedacht. An der Reichweite entscheidet sich die Wahl zwischen diesen beiden also nicht.

Antrieb: Kette mit 7 Gängen gegen Riemen mit einem

Hier liegt der größte Unterschied im Alltag. Das C11 Pro schaltet 7 Gänge über eine Kette, das Ritzelpaket reicht von 11 bis 32 Zähnen, der Motor bringt 55 Nm. Fiido wirbt auf der Produktseite ausdrücklich mit Steigungen in der Stadt. Das CGO800S fährt mit einem Carbonriemen Gates CDN auf einem einzigen Gang und höchstens 40 Nm. Tenways schreibt dazu „Geeignet für ebene Straßen“ und schickt alle, die bergauf müssen, zum CGO800 Plus mit Kette, 8 Gängen und 50 Nm.

Beim Tenways sitzt der Motor laut Datenblatt als Nabenmotor im Hinterrad. Auf der Produktseite nennt Fiido die Bauart nicht. Im Shop führt Fiido das C11 Pro aber unter dem Filter für Hinterradnabenmotoren, und in den FAQ zum Anhänger sitzt die Kupplung an der „Motorachse“.

Für den Riemen spricht die Pflege. Auf der Seite steht dazu „Minimaler Wartungsaufwand“: Kette ölen und Schaltung nachstellen fallen weg. Beim Fiido sind Kette und Schaltwerk Verschleißteile, die Sie im Shop einzeln nachkaufen können, für 24 € und 29 €. Einen Ersatzriemen führt der Shop von Tenways nicht.

Gewicht: auf dem Papier 5,5 kg Abstand

Fiido nennt für das C11 Pro 24,5 kg mit Akku und 21,12 kg ohne. Tenways nennt für das CGO800S 19 kg mit Akku, aber ohne Zubehör, und 23 kg mit allem Zubehör, bei einer Toleranz von 3 bis 5 %. Ob in Fiidos 24,5 kg die Schutzbleche, der Gepäckträger und der Ständer stecken, die beim C11 Pro im Karton liegen, schreibt Fiido nicht. Voll ausgestattet liegen auf dem Papier also 1,5 kg zwischen den beiden, je nach Toleranz von Tenways etwas mehr oder weniger. Ohne Zubehör beim Tenways sind es 5,5 kg.

Auf der Kellertreppe spüren Sie beides. Beim Fiido hilft es, vorher den Akku herauszunehmen, er wiegt 3,38 kg. Was der Akku des Tenways wiegt, steht nicht auf der Seite.

Bei der Zuladung nennt Fiido 120 kg. Tenways gibt ein zulässiges Gesamtgewicht von 145 kg samt Rad an. Ziehen Sie die 23 kg mit Zubehör ab, bleiben 122 kg für Fahrer und Gepäck, fast genauso viel. Den Gepäckträger des Fiido dürfen Sie mit 25 kg beladen, für den des Tenways nennt die Seite keinen Wert.

Komfort, Bremsen und Rahmen

Die Federgabel des Tenways kommt von SR Suntour, Fiido nennt für seine keinen Hersteller. Die Reifen des CGO800S sind mit 48 mm breiter als die 40 mm des C11 Pro. Kopfsteinpflaster erwähnen beide Hersteller ausdrücklich als Einsatzgebiet. Gebremst wird beim Fiido mit hydraulischen Zwei-Kolben-Scheibenbremsen ohne genannten Hersteller, beim Tenways hydraulisch mit Tektro, ohne Angabe zur Zahl der Kolben.

Für die Körpergröße gibt Fiido 1,55 bis 1,95 m an, Tenways 1,55 bis 1,90 m. Über 1,90 m passt nach Herstellerangabe also nur das Fiido. Die Überstandshöhe nennt nur Fiido, 572 mm. Gegen Spritzwasser gibt Fiido die Schutzart IP54 für das ganze Rad an, bei Tenways steht keine.

Garantie, Service und Ersatzteile

Fiido gibt 36 Monate auf den Rahmen und 24 Monate auf das ganze Rad ohne Verschleißteile. Bei Tenways sind es laut FAQ 2 Jahre auf Material- und Verarbeitungsfehler und 5 Jahre auf den Rahmen, gerechnet ab Lieferung. Gegen Aufpreis verlängert Tenways um ein Jahr, je nach Umfang für 69 €, 169 € oder 249 €. Eine eigene Frist für den Akku nennt keine der beiden Marken.

Bei den Ersatzteilen ist das Fiido besser belegt. Im deutschen Shop stehen für das C11 Pro unter anderem Motor (208 €), Display (60 €), Controller (55 €), Bremsbeläge (20 €) und der Akku (267 €). Für das CGO800S führt der Katalog von Tenways Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer, aber weder Akku noch Teile für Antrieb und Elektrik. Tenways sagt dafür zu, Ersatzteile auch nach Ende der Garantie zu liefern, und nennt über 200 Servicezentren in Europa, die Sie nur mit Termin besuchen können. Weil überwiegend Standardteile verbaut sind, kann laut Tenways auch eine normale Fahrradwerkstatt reparieren. In der Garantiezeit erstattet Tenways den Einbau freigegebener Teile dort.

Geliefert wird das Fiido laut FAQ in insgesamt 8 bis 15 Tagen, montiert ist es in Frankreich. Tenways verschickt aus den Niederlanden in 2 Werktagen, außer bei einzelnen Farben, und das Rad kommt zu 85 % vormontiert.

Licht, Klingel und Zulassung

Oben stehen beide Kästen auf „nicht bestätigt“, aus demselben Grund: Ob es einen Gasgriff gibt, schreibt weder Fiido noch Tenways. Beim Fiido kommt eine Schiebehilfe per Knopfdruck hinzu, deren Tempo Fiido nicht nennt. Als Norm gibt Fiido die EN 15194 an, Tenways nennt auf der Produktseite keine.

Fiido nennt ein Vorderlicht und ein automatisches Bremslicht, Tenways eine „StVZO-konforme“ Beleuchtung mit integriertem Rücklicht. Eine Bauartgenehmigung belegt keine der beiden Seiten. Eine Klingel gehört beim Fiido nicht zum Lieferumfang, im Shop kostet sie 17 €. Im Datenblatt des Tenways kommt sie nicht vor. Ohne Klingel dürfen Sie in Deutschland mit keinem der beiden auf die Straße, so verlangt es § 64a StVZO.

Mein Urteil

Wenn Ihr Weg bergauf führt, nehmen Sie das C11 Pro. Mit 7 Gängen und 55 Nm ist es für Anstiege gemacht, das CGO800S nach Angabe von Tenways nicht. Dasselbe gilt, wenn Sie unter 1.000 € bleiben oder einen zweiten Akku kaufen wollen: Fiido verkauft ihn für 267 €, im Shop von Tenways steht derzeit keiner. Gepäckträger, Schutzbleche und Schloss sind beim Fiido gleich dabei.

Wenn Sie in der Ebene pendeln und das Rad oft tragen, nehmen Sie das CGO800S. Es wiegt ohne Zubehör 19 kg, mit allem 23 kg, und der Riemen erspart Ihnen das Kettenölen. Dazu kommen 5 Jahre Garantie auf den Rahmen. Dafür zahlen Sie heute 800 € mehr und bekommen etwas weniger Akku. Bis 25 km einfach reicht er in der Ebene nach unserer Rechnung auch im Winter.

Wenn Ihr Weg Steigungen hat und Sie das Rad jeden Tag Treppen hochtragen, passt keins der beiden richtig. Das Fiido ist dafür schwer, das Tenways nicht für Anstiege gebaut, und das CGO800 Plus wiegt ohne Zubehör 24 kg.

Fiido C11 Pro
Zulassung nicht bestätigt

Fiido C11 Pro

Rollfrei-Wertung 7 von 10

Gewicht24,5 kg
Reichweite gerechnet81 bis 99 km
Preis999 €
Zum Angebot
Tenways CGO800S
Zulassung nicht bestätigt

Tenways CGO800S

Rollfrei-Wertung 6,5 von 10

Gewicht19 kg
Reichweite, Näherung75 bis 91 km
Preis1.799 €
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Häufige Fragen

Kommt das Fiido C11 Pro wirklich weiter als das Tenways CGO800S?

Belegen lässt sich das nicht. Das Fiido hat rund 8 % mehr Akku, eine Messung mit Bedingungen veröffentlicht aber nur Fiido. Bei 75 kg, ebener Strecke und im Sommer kommen wir auf 81 bis 99 km für das C11 Pro und 75 bis 91 km für das CGO800S. Für das Tenways setzen wir den mittleren Verbrauch dreier Stadträder von Fiido an, und dieser mittlere Wert ist der des C11 Pro. Der Abstand von rund 8 % in unserer Rechnung kommt also allein aus den 38,4 Wh Unterschied.

Welches der beiden kommt besser den Berg hoch?

Das C11 Pro. Es hat 55 Nm und 7 Gänge mit einem Ritzelpaket von 11 bis 32 Zähnen. Das CGO800S fährt mit einem Gang und höchstens 40 Nm, Tenways schreibt selbst „Geeignet für ebene Straßen“. Für Anstiege verweist Tenways auf das CGO800 Plus mit 8 Gängen von Shimano Claris und 50 Nm. Das wiegt ohne Zubehör 24 kg und kostet 1.899 €.

Gibt es für beide Räder einen Ersatzakku?

Im Shop nur für das Fiido. Der Akku für C11 und C11 Pro kostet im deutschen Fiido-Shop 267 € (Stand 4. November 2026). Laut Fiido gehört zum aktuellen C11 Pro die neue Version mit silbernem Schalterknopf. Im Shopkatalog von Tenways stand am selben Tag kein Akku für das CGO800S. Wenn Sie mit einem zweiten Akku planen, fragen Sie vor der Bestellung beim Support von Tenways nach.

Sind beide Räder in Deutschland als Pedelec erlaubt?

Beide Hersteller nennen 250 W und ein Ende der Unterstützung bei 25 km/h. Zum Gasgriff steht auf keiner der beiden deutschen Produktseiten etwas, deshalb zeigen beide Kästen oben „nicht bestätigt“. Fiido erwähnt eine Schiebehilfe per Knopfdruck, nennt aber kein Tempo. Eine Klingel führt keiner der beiden Hersteller im Lieferumfang oder im Datenblatt auf, und eine Bauartgenehmigung für das Licht nennen weder Fiido noch Tenways.