Fiido C21
Rollfrei-Wertung 6 von 10
Vergleich · Stand 4. November 2026
Nehmen Sie das Fiido C21, wenn auf Ihrem Weg Steigungen liegen oder Sie unter 1.000 € bleiben wollen: Es hat 9 Gänge statt einem, auf dem Papier dasselbe Drehmoment und kostet heute 800 € weniger.
Nehmen Sie das Tenways CGO600 Pro, wenn Sie auf ebener Strecke pendeln und den Akku im Büro oder in der Wohnung laden wollen: Er lässt sich herausnehmen, hat 360 Wh statt 208,8 Wh, und statt einer Schaltung mit Kette läuft ein Riemen von Gates.
| Fiido C21 | Tenways CGO600 Pro | |
|---|---|---|
| Rollfrei-Wertung | 6 | 5,5 |
| Akku | 208,8 Wh | 360 Wh |
| Reichweite gerechnet (75 kg, flach, Sommer; Stufe „Normal“ gegen Näherung) | 53 bis 65 km | 58 bis 71 km |
| Gewicht | 17,5 kg | 17 kg |
| Drehmoment | 40 Nm | 40 Nm |
| Zuladung | 120 kg | |
| Preis heute | 899 € | 1.699 € |
Nicht bestätigt: Der Hersteller belegt nicht alle Angaben
Was der Hersteller nicht schriftlich angibt, zählen wir als offen. Lassen Sie sich offene Punkte vor dem Kauf vom Hersteller schriftlich bestätigen.
Nicht bestätigt: Der Hersteller belegt nicht alle Angaben
Was der Hersteller nicht schriftlich angibt, zählen wir als offen. Lassen Sie sich offene Punkte vor dem Kauf vom Hersteller schriftlich bestätigen.
Auf den ersten Blick sind das zwei sehr ähnliche Stadträder: rund 17 kg, Nabenmotor im Hinterrad, Drehmomentsensor, hydraulische Scheibenbremsen. Beim Preis liegen sie weit auseinander. Im deutschen Fiido-Shop kostet das C21 heute 899 €, bei Tenways kostet das CGO600 Pro in der New Edition 1.699 €. Ich habe nachgerechnet, was die 800 € Unterschied bringen und wo sie nichts ändern.
Beide Motoren leisten 250 W mit höchstens 40 Nm, die Unterstützung endet bei 25 km/h. Bei Fiido kommt der Drehmomentsensor von Mivice, bei Tenways der Motor. Gebremst wird an beiden Rädern mit hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro. Eine Federgabel hat keins der beiden: Das C21 hat ausdrücklich keine, bei Tenways ist die Gabel aus Aluminium, und eine Federung wird nicht genannt. Beide fahren auf pannensicheren 700C-Reifen von CST, das C21 mit 40 mm Breite, das Tenways mit 45 mm.
Beide Hersteller werben mit „bis zu 100 km“ Reichweite. Und beide bieten drei Rahmengrößen an, M, L und XL.
Tenways nennt 1.799 € als regulären Preis und gibt im Moment 100 € Nachlass mit einer „Black-Friday-Preisgarantie“. Fiido streicht beim C21 ebenfalls 1.799 € durch, doch diesen Streichpreis halten wir nicht für echt: Die Extender-Version mit Gepäckträger und Zusatzakku kostet 1.219 €, und das ist fast genau 899 € plus Zubehör. Unsere Wertung rechnet deshalb beim C21 mit 899 €, beim Tenways mit 1.799 €.
Die Rollfrei-Wertung gibt dem C21 6 von 10, dem CGO600 Pro 5,5. Der größere Akku bringt dem Tenways bei der Reichweite 2 Punkte mehr, der höhere Listenpreis kostet es bei Preis-Leistung 4 Punkte.
Hier liegt der klarste Unterschied. Der Akku des CGO600 Pro hat 360 Wh bei 36 V und 10 Ah, gut 70 % mehr als die 208,8 Wh des C21. Vor allem lässt er sich herausnehmen. Laut Fiidos Modellvergleich bleibt der Akku des C21 dagegen im Rahmen. Wer keine Steckdose am Abstellplatz hat, muss beim C21 also das ganze Rad zum Laden bringen.
Ein Ersatzakku kostet bei Fiido 173 €. Tenways führt einen Akku für 310 €, er passt laut Shop aber nur zur älteren Classic Edition des CGO600 Pro. Für die New Edition gibt es keinen. Mehr Kapazität gibt es beim C21 nur als Zubehör: Ein Zusatzakku mit ebenfalls 208,8 Wh kostet 249 €, zusammen sind das 417,6 Wh. Als Extender-Version mit beidem kostet das C21 1.219 €, 480 € weniger als das Tenways heute. Was das C21 mit Zusatzakku wiegt, schreibt Fiido nicht.
Fiido hat das C21 mit 75 kg auf flachem Terrain bei 32 °C in allen fünf Stufen gemessen. Die 100 km gelten nur für Eco, in „Normal“ waren es 58,74 km. Tenways veröffentlicht für das CGO600 Pro keine Messung, nur den Hinweis, dass Temperatur, Straße und Gewicht die Reichweite beeinflussen.
Für das Tenways rechnen wir deshalb mit dem Verbrauch anderer Stadträder. In unserer Datenbank haben drei City-E-Bikes eine Herstellermessung, alle drei von Fiido: das C11 mit 7,3 Wh je Kilometer, das C11 Pro mit 5,5 Wh und das C21 mit 3,6 Wh. Der mittlere Wert, 5,5 Wh, geht in die Rechnung für das Tenways ein. Die Zahl für das CGO600 Pro stammt also nicht von Tenways, sondern aus Fiidos Messungen, darunter der am C21. Eine Messung am Pro selbst liegt uns nicht vor.
Bei 75 kg, ebener Strecke und im Sommer ergibt das 53 bis 65 km für das C21 und 58 bis 71 km für das Tenways. Gut 70 % mehr Akku bringen in dieser Rechnung nur wenige Kilometer mehr, weil das C21 in Fiidos Messung sehr sparsam war. Wie unsicher die Näherung ist, zeigt eine einfache Rechnung: Mit dem Verbrauch des C11 kämen 360 Wh auf knapp 50 km, mit dem des C21 auf rund 100 km. Die Tabelle oben kürt in dieser Zeile keinen Sieger, weil nur für das C21 eine Messung vorliegt.
Im Winter auf hügeliger Strecke bleiben mit 80 kg beim C21 noch 32 bis 39 km, beim Tenways 35 bis 43 km. Bei 15 km einfach reichen beide für Hin- und Rückweg, beim C21 ohne viel Reserve. Bei 20 km einfach auf ebener Strecke wird es im Winter mit 80 kg beim C21 knapp (41 bis 50 km), beim Tenways bleibt etwas mehr Luft (45 bis 55 km). Den Ausschlag gibt dann eher der Akku zum Herausnehmen: Wer im Büro nachladen kann, muss beim Tenways mit einer Ladung nur die einfache Strecke schaffen.
Das C21 schaltet mit 9 Gängen. Das CGO600 Pro hat einen einzigen Gang und einen Carbonriemen von Gates statt Kette. Tenways verspricht dafür wenig Wartung am Antrieb, nennt das Pro aber selbst „geeignet für ebene Straßen“. Für Steigungen in der Stadt verweist Tenways auf das CGO600 Plus mit 8 Gängen und 50 Nm, das regulär ebenfalls 1.799 € kostet.
Beim Drehmoment liegen beide auf dem Papier gleich. Fiido nennt für das C21 allerdings zwei Werte: 22 Nm in der Kurzübersicht und 40 Nm als maximales Drehmoment im Modellvergleich. An einem Anstieg hilft beim C21 vor allem die Schaltung, beim Tenways bleibt nur der eine Gang.
In der Tabelle liegt das Tenways mit 17 kg vorn. Diese Angabe gilt aber mit Akku und ohne Zubehör, mit allem Zubehör sind es laut Tenways 19 kg. Fiido nennt für das C21 17,5 kg, ohne zu sagen, was dabei mitgewogen ist. Für die Kellertreppe ist der Abstand zu klein, um die Wahl zu entscheiden.
Bei der Zuladung nennt Fiido 120 kg. Tenways gibt ein zulässiges Gesamtgewicht von 140 kg samt Rad an. Zieht man die 19 kg mit Zubehör ab, bleiben 121 kg für Fahrer und Gepäck.
Fiido ordnet die drei Größen des C21 klar zu: M für 1,60 bis 1,75 m, L für 1,70 bis 1,95 m, XL für 1,90 bis 2,05 m. Tenways schreibt bei der Größenwahl nur „170 bis 180 cm“, ohne zu sagen, für welche Größe das gilt. Wer deutlich kleiner oder größer ist, sollte beim Tenways vor der Bestellung nachfragen.
Fiido gibt 36 Monate Garantie auf den Rahmen und 24 Monate auf das ganze Rad ohne Verschleißteile. Tenways nennt 2 Jahre auf das Rad und, in den FAQ zum CGO800S, 5 Jahre auf den Rahmen. Ob der Akku jeweils mitgemeint ist, schreibt keine der beiden Marken ausdrücklich.
Beim C21 listet der deutsche Fiido-Shop viele Einzelteile, zum Beispiel den Motor für 247 €, das Display für 95 €, den Controller für 81 € und Bremsbeläge für 24 €. Montiert wird in Frankreich, die Lieferung dauert laut Fiido insgesamt 8 bis 15 Tage. Tenways verschickt in 2 Werktagen aus den Niederlanden, außer bei einzelnen Farben und Größen, und liefert das Rad zu 85 % vormontiert. Dazu nennt Tenways über 200 Servicezentren in Europa und sagt Ersatzteile auch nach Ende der Garantie zu.
Beide Räder bekommen oben im Kasten „nicht bestätigt“, aus demselben Grund: Ob es einen Gasgriff gibt, erwähnen weder Fiido noch Tenways. Eine Klingel, die § 64a StVZO verlangt, liegt dem C21 laut Lieferumfang nicht bei, im Fiido-Shop kostet sie 17 €. Tenways erwähnt keine.
Beim Licht hat das C21 Scheinwerfer und Rücklicht im Lieferumfang. Tenways nennt die Beleuchtung „StVZO-konform“, das Rücklicht sitzt aber am hinteren Schutzblech. Schutzbleche und Ständer laufen bei der Bestellung als Zubehör im Wert von 98 €, gratis nur mit Anmeldung zum Newsletter von Tenways. Eine Bauartgenehmigung für die Leuchten nennt keiner der beiden Hersteller.
Wenn Ihr Weg Steigungen hat, nehmen Sie das C21. Mit 9 Gängen kommen Sie bergauf besser zurecht als mit dem einen Gang des Tenways, das der Hersteller selbst für ebene Straßen vorsieht. Dasselbe gilt, wenn Ihr Budget unter 1.000 € liegt: Für 899 € bekommen Sie fast dasselbe Gewicht, ebenfalls hydraulische Scheibenbremsen von Tektro und auf dem Papier dasselbe Drehmoment.
Wenn Sie in der Ebene pendeln, 15 bis 20 km einfach, und den Akku im Büro oder in der Wohnung laden wollen, nehmen Sie das CGO600 Pro. Für die 800 € bekommen Sie vor allem einen herausnehmbaren Akku mit gut 70 % mehr Inhalt und einen Riemen statt Kette. Mehr Reichweite ergibt auch unsere Rechnung, belegt ist sie aber nicht, weil Tenways keine Messung veröffentlicht.
Wenn Sie eine Federgabel wollen oder mit Gepäck über 120 kg kommen, passt keins der beiden.
Rollfrei-Wertung 6 von 10
Rollfrei-Wertung 5,5 von 10
Bei 75 kg auf ebener Strecke im Sommer kommen wir für das C21 auf 53 bis 65 km, für das CGO600 Pro auf 58 bis 71 km. Beim C21 rechnen wir mit Fiidos eigener Messung in der Stufe „Normal“. Tenways veröffentlicht keine Messung, deshalb nehmen wir den mittleren Verbrauch der drei City-E-Bikes von Fiido mit Herstellermessung, darunter das C21 selbst. Der Wert für das Tenways ist also eine Näherung. Sicher ist nur der Akkuinhalt: 360 Wh gegen 208,8 Wh.
Das C21. Beide Motoren bringen laut Hersteller höchstens 40 Nm, das C21 hat aber 9 Gänge, das CGO600 Pro nur einen. Tenways schreibt selbst, das Pro sei „geeignet für ebene Straßen“, und verweist für Steigungen in der Stadt auf das CGO600 Plus mit 8 Gängen und 50 Nm.
Nur beim Tenways. Laut Fiidos Modellvergleich bleibt der Akku des C21 im Rahmen, geladen wird also das ganze Rad. Für das C21 verkauft Fiido einen Ersatzakku für 173 €. Tenways führt einen Akku für 310 € (Stand 4. November 2026), der laut Shop aber nur zur älteren Classic Edition passt. Für die aktuelle New Edition gibt es dort keinen. Fragen Sie vor dem Kauf beim Support nach.
Beide Hersteller nennen 250 W und Unterstützung bis 25 km/h. Ob es einen Gasgriff gibt, steht auf keiner der beiden deutschen Produktseiten, deshalb zeigen beide Kästen oben „nicht bestätigt“. Eine Klingel liegt laut Fiido nicht bei, im Fiido-Shop kostet sie 17 €. Tenways erwähnt keine. Zur Bauartgenehmigung der Beleuchtung machen beide Hersteller keine Angabe.